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Warum bin ich eigentlich Borusse?
(Schwatzgelb.de) Die Frage war provokativ gestellt und Eure Antworten ließen natürlich nicht lange auf sich warten. Nach dem veröffentlichen Artikel von Jens und seiner Aufforderung: Schreib auch DU uns, warum Du Borusse geworden bist, erreichten unsere Redaktion zahlreiche Zuschriften zu diesem Thema. Eine kleine, erste Auswahl möchten wir an dieser Stelle veröffentlichen. Ihr könnt selbstverständlich auch weiterhin noch über Eure schwatzgelben Erfahrungen berichten. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass alle hier veröffentlichten Berichte nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiederspiegeln müssen.

Madrid, Santiago Bernabeu: 110.000 gehen da rein. Auch hier wollten tausende Borussen natürlich live dabei sein
Artikel 1: Ich war damals 10 Jahre alt und mein Vater hatte mir immer vorgelebt ein BVB-Fan zu sein. Das war 1991! Mein erstes Spiel, daß ich live gesehen hatte, war ein Auswärtsspiel beim 1.FC Kaiserslautern. In der damaligen Saison 1991/1992 wurde der BVB Vizemeister und ich fand es superfaszinierend, wie viele Menschen sich auf dem Friedensplatz in Dortmund versammelt hatten, um die Vizemeisterschaft zu feiern. Stuttgart wurde Meister und hatte auf seiner Feier nicht mal annähernd [ca. 3000, die Red.] so viele Fans, wie der BVB. Von da an wußte ich, das der BVB etwas ganz Besonderes war. Ich bekam einige Zeit später auch mein erstes Trikot geschenkt. Von Stund an war ich natürlich BVB-Fan, natürlich noch nicht so fanatisch wie heute! Dann kam 1993, das UEFA-Cup-Finale gegen Juventus. Ich war damals bei einem Schulfreund und wir sahen das Spiel gemeinsam im Fernsehen. Als Micha Rumenigge das 1:0 schon nach einer Minute erzielte, war ich noch auf der Toilette! :-((( Danach fielen nur noch Tore gegen Dortmund!
Trotzdem war die Stimmung im Westfalenstadion absolute Spitze. 1994 dann mein erstes Spiel allein ohne meinen Vater (ich war erst 13!). Es war ein Auswärtsspiel in Frankfurt! Der BVB hatte zwar 4:1 verloren, aber trotzdem machten die 10.000 BVB-Fans im Waldstadion in Frankfurt die Fans der Eintracht mit lauten Sprechchören naß... So etwas finde ich einfach unbeschreiblich. Dann kam in der selben Saison das Heimspiel gegen Scheiße!!!!! Der BVB gewann am Ende 3:2. Doch in diesem Spiel kam für mich die Erkenntnis, daß der BVB ein Großteil meines Lebens werden würde. Ich stand (leider) im Schalker Block, weil ich keine andere Karte mehr bekommen hatte. Mein Bruder war damals Spieler in der F-Jugend des BVB und daher war ich noch über Umwege an eine Freikarte auf der Nordtribüne gekommen. Die Schalker gingen in Führung und ich mußte mir nun die hämischen Gesänge anhören. Doch dann, als Chapuisat das 1:1 erzielte war ich natürlich außer mir vor Freude. Daraufhin bekam ich einen Schlag auf mein rechtes Ohr (man muß den Schalker Fans ein großes Kompliment machen, wie sie mit Kindern umgehen!). Ich merkte, daß ich total am Bluten war. Ich muß dazu sagen, daß mein Trikot in der Wäsche gewesen war und ich mir vorher ein gelbes T-Shirt gekauft hatte! Dieses hatte ich mit sämtlichen BVB-Mustern bemalt und war auch mächtig stolz darauf. Durch das Blut war mein T-Shirt natürlich ruiniert. Ich mußte in den Sanitätsraum unter der Nordtribüne, um behandelt zu werden. Obwohl ich starke Schmerzen hatte, nachdem die Wunde hinter dem Ohr genäht worden war, wollte ich dieses Spiel unbedingt weiter verfolgen. Der BVB gewann, wie schon geschrieben, mit 3:2. Danach mußte ich eine Woche in Krankenhaus. Mein Ohr war halb abgeschlagen worden (mit einem harten Gegenstand). Insgesamt mußten „7“ Stiche gemacht werden.
Am Ende dieser Saison gewannen wir die Meisterschaft und auch ich weinte vor Freude. Dann kamen natürlich noch die Höhepunkte mit der Meisterschaft von 1996, dem CL-Gewinn 1997, Weltpokalgewinn 1997 usw. Heute muß ich sagen, daß sich im Verein und in der Fanszene sehr viel geändert hat. Der Verein kommt nicht mehr so herzlich rüber, wie noch vor 5-6 Jahren. Unter den Fans ist leider nicht mehr diese Gemeinschaft da, wie das damals noch der Fall war. Natürlich sind viele Modefans auf den BVB-Zug aufgesprungen, als die großen Erfolge da waren. Das sind heute die Leute, die im Stadion pfeifen. Ich würde nie auf die Idee kommen und pfeifen. Das macht ein "wahrer" Fan einfach nicht! Die Mannschaft weiß, daß in jeder Saison über eine Millionen Menschen ins Westfalenstadion rennen und sich die Kehle wegbrüllen, um die Mannschaft siegen zu sehen. Jeder Spieler hatte sicherlich einmal den Traum, vor einer solchen Kulisse spielen zu dürfen. Unsere Spieler wissen das zu schätzen! Nur - es sind keine Maschinen, die immer 5:0 gewinnen können.
Bei mir ist es so: Wenn der BVB einmal oder auch mehrmals verliert, dann steigert das mein „Fanbewusstsein“ noch mehr in die Höhe, als bei Siegen. Gerade dann hänge ich die Schals usw. in mein Auto, gerade dann, höre ich BVB-Musik, gerade dann schaue ich mir Videos aus alten Zeiten an.
Heute wohne ich in Hamburg und fahre zu allen 34 Spielen in der Liga. Ein Wochenende ohne den BVB ist so schlimm wie Scheiße 04. Gerade auch aufgrund dieser Tatsache denke ich, ein Borusse durch & durch zu sein....
Mail: Stefan18_HH@web.de
Rom, spanische Treppe. In “zweimaligem Besitz“ der Dortmunder Schlachtenbummler (1992/93 und 1994/95)
Artikel 2 : Ich wurde Borusse wie viele andere auch. Als ich sieben war, nahm mich mein Onkel zum ersten mal mit ins Stadion. Danach war ich beim 1 gegen 1 spielen, bei uns in der Hofeinfahrt immer Dortmund. Mit 14 Jahren dann, bin ich mit einem Freund das erste mal ohne Erwachsenenbegleitung ins Stadion gegangen. "Er ging ich blieb"!
Ich lebte diesen Club, ich sammelte alle Berichte aus Zeitungen, der Samstag war der Höhepunkt der Woche, Obwohl wir nie richtig gut waren in dieser Zeit.
Dann kam die Zeit der Erfolge die ich genossen habe. "Wir waren endlich wer" . Wer die Zeit davor nicht mitgemacht hat, kann das nicht begreifen. Ich verschloß die Augen für das, was rund um und mit Borussia passierte.
Na ja, die Uhr ist wahrscheinlich nicht zurück zu drehen. Egal , ich jedenfalls bin und bleibe Borusse.
PS. An die, die dafür verantwortlich sind: Siege gegen „blau-scheiß“ sind immer noch so schön wie früher!!
Mail: tguenne@aol.com
Turin, Stadio delle Alpi: In den 90´er Jahren (3 x) fast schon eine 2. Heimat für Dortmunder Fans im Europapokal
Artikel 3 : Wie ich Borusse wurde, ist gar nicht mal so eine lange Geschichte. Aber trotzdem war es ein (vielleicht auch der) wichtigste Tag meines Lebens. Es war an einem ganz normalen Wochentag und obwohl es keine Fotos oder Berichte meiner Verwandten davon gibt, kann ich mich noch ganz genau an den Wortwechsel erinnern. Ich war 6 Jahre alt und die Saison 93` neigte sich dem Ende zu. Mein Opa holte mich vom Kindergarten ab und ich fragte ihn: „Was ist Fußball“ (weil andere Kinder im Kindergarten davon sprachen)? Mein Opa antwortete nur, er sei „Borussiafan“ und wenn ich wollte, dann würde er mir mehr über den Sport erklären. Kaum zu Hause nahm mich mein Opa auf seinen Schoß und erzählte mir mit seinen Erlebnissen und Fotos was es heißt, ein Borusse zu sein. Ich zögerte nicht lange bis ich fragte, ob ich auch ein Borusse werden dürfte. Das war wahrscheinlich einer der glücklichsten Momente im Leben meines Opas (in meinem wohl auch). Das erste mal in Dortmund war ich dann mit 7 auf dem Friedensplatz bei dem legendären 95´ger Meisterschaftsfinale gegen den HSV. Ich kann mich noch gut erinnern. Auch 1996 war ich wieder dabei. Und immer öfter bin ich dann auch zu immer unbedeutenderen Spielen hin, bis ich eine „SÜD-Dauerkarte“ von meinem Opa bekam. Und der absolut glücklichste Moment in meinem Leben war dann 1997, als ich „neben dem Sofa“ lag und geweint habe vor lauter Freude das wir da oben sind und ich es miterleben darf!
Mail: ruhrpottrabauke@yahoo.com
München, Stadt ungeliebten Protzertums. Der größte Coup: 1. Deutscher Champions-League Sieger überhaupt!
Artikel 4 : Zu aller erst muss ich Euch beichten, dass ich nicht immer auf der Seite der „Dortmunder Borussia“ gestanden habe. Ich komme ursprünglich aus der Nähe von Koblenz, wo man geografisch gesehen, mit Bundesligafußball nichts am Hut hat.
Als kleiner Bub war ich wegen meiner Großmutter Fan der anderen Borussia [der kleinen Borussia, Anm. d. Red.], die heute ihr Leben in der 2. Liga fristet. Ich habe von denen einen Schal gehabt und in der Bettwäsche dieses Vereins geschlafen. Mein erstes fußballerisches Erlebnis war 1980 als 8 jähriger die UEFA-Pokal-Niederlage in zwei Spielen gegen Eintopf Frankfurt (3:2, 0:1, Fred Schaub, ich habe Dich gehasst!). Dann später, als es dieser Borussia schon nicht gut ging, wurde ich zum Modefan und habe umgeschwenkt auf einen zu Ende der ´80 und Anfang der Neunziger erfolgreichen Verein, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte. Soviel sei verraten, ich habe mich über den Pokalsieg von Dortmund 1989 nicht gefreut.
Dann kam das Jahr 1991. Auf einer Fete in Gütersloh habe ich, in Koblenz wohnend und eingeladen von Leuten, die ich aus einem Aufenthalt in Wien kannte, ein Mädel kennen gelernt, die ihrerseits „meine Wien-Leute“ aus Winterberg kannte (Na, noch alles klar?).
Und dieses Mädel ist aus Dortmund. Kennen und lieben gelernt, schenkte sie mir eine Eintrittskarte für ein Spiel gegen den FC Bäh. Und so fand ich mich, der vorher nur ein mal das Müngersdorfer Stadion von innen gesehen hatte, 1992 auf einem Stehplatz in der alten Nordtribüne wieder, beim glanzvollen 3:0 Sieg gegen einer damals unter Heynckes arg schwächelnden B*yern-Mannschaft. Dieses Spiel möchte ich vergleichen, mit dem ersten Spiel des, hier auf diesen Seiten schon oft zitierten Buches "Fever Pitch" von Nick Hornby. 3:0 gegen die B*yern, 42000 tobende Zuschauer, die diesen Gegner mit lautstarken "Absteiger!"- Rufen nach Hause schickten!
Danach ging es für mich Schlag auf Schlag. Die ersten weiteren Karten über den Schwarzmarkt bezogen, heute mit Dauerkarte, durfte/musste ich Spiele erleben wie das Lars-Ricken-3:1-gegen La Coruna, bei dem man sich über die Erdbebensicherheit der Süd Gedanken machen musste. Das Steffen-Freund-0:1 in "Borussia-erobert-Rom", wo 8000(!) Dortmunder nach dem Spiel im leeren Olympiastadion riefen: "Roma, wir hören nichts". Dezember 1994 in Hamburg (4:0) wo bei Minustemperaturen Susi Zorc´s Hattrick uns warm schoß! Duisburg im Mai 1995, wo nach einem 0:2 Rückstand scheinbar alles vorbei war und doch noch ein 3:2 durch Reuter rauskam. Die ersten Tränen gab es dann auch für mich am 17.06.95 auf der Süd nach dem Sieg gegen den HSV und der gewonnenen Meisterschaft. Natürlich auch unvergessen, München 1997, wo ich einen überraschten, mir nicht bekannten Fußballfan neben mir auf der Tribüne minutenlang umarmen musste [komisch, das mussten viele in diesen Stunden / die Red.].
Seit 3 Jahren wohne ich jetzt selbst in Dortmund und böse Zungen behaupten, ich wäre nicht wegen meiner heutigen Frau hierhin gezogen, sondern wegen meiner Borussia.
Warum bin ich ein Borusse? Ich wurde Borusse durch die Fans des BVB, die mir ein Gefühl gaben, das ich zuvor so nie erlebt hatte. Und heute weiß ich, dass ich dadurch, dass ich 1989 noch auf der falschen Seite gestanden habe, in meinem Leben einiges verpasst habe.
In diesem Sinne: NUR DER BVB!
Mail: der_tommes@freenet.de
Warum bin ich eigentlich Borusse?
Auch
ich habe mir einmal in aller Ruhe diese Frage gestellt: Warum, um Himmels willen,
bin ich eigentlich Borusse? Ich, der immerhin ca. 250 km von Dortmund entfernt
lebt und eigentlich von lauter Fischköpfen, Seppels und ab und an noch von ein
paar HSV'ern umgeben bin?
Ich glaube, alles begann im Jahre 1989, als ich - damals 14 jährig - vor dem elterlichen Fernseher saß und mir das Halbfinale im DFB Pokal zwischen Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart begeistert anschaute. Und auch wenn es nur über das Medium "Fernsehen" war, bekam ich mit, welche Stimmung dort auf den Tribünen dieses Stadions herrschte. Ich weiß noch heute, als ZDF-Reporter Günter-Peter Plog (heute Pressechef von Eintracht Frankfurt /Die Red.) hoffte, das es friedlich bleiben möge als er sah, das die Fans auf der Südtribüne sich der Zäune bemächtigt hatten.
Seitdem habe ich versucht, im Rahmen meiner Möglichkeiten und angesichts der Entfernung nach Dortmund (250 km), soviel über den BVB zu erfahren wie irgend möglich. Nach Karten braucht man hier (leider) gar nicht erst zu fragen, da es als "außenstehender" doch sehr schwer war, für irgendwelche beliebigen Spiele ein begehrtes Ticket zu bekommen, ließ mein erstes BVB Spiel doch noch eine Zeit lang - und zwar bis zur Saison 1998/1999 - auf sich warten (auch auf Grund diverser persönlicher/beruflicher Gründe). Der BVB besiegte seinerzeit den VfL Wolfsburg obligatorisch mit 2:1.
Auch wenn ich mich allein auf den Weg nach Dortmund gemacht hatte, war ich doch sofort fasziniert von dieser unbeschreiblichen Atmosphäre und dem ganzen drum herum beim BVB, so daß ich mich spontan entschloß, jetzt doch öfter vorbeizuschauen. Also mußte ich, um nicht wieder den Weg in die Westfalenmetropole allein antreten zu müssen, notgedrungen mit den "Fischköppen" meine nächste Dortmund-Reise auf mich nehmen (als kleine Entschädigung war es mir doch immerhin noch gelungen, das businterne Tippturnier zu gewinnen, und noch den Pott abzuräumen!) Am beeindruckensten blieb mir jedoch das Leverkusen Spiel aus der gleichen Saison in Erinnerung (Flutlicht und ein Spiel, das den Zuschauer voll und ganz mitriss, auch dank diverser Schiedsrichterentscheidungen). Negativer Höhepunkt meiner leider spärlich gesäten Spielbesuche war das Auswärtsspiel im "Zugstadion" Bremen, als einige wenige ...hmm...ja Bekloppte meinten, sich mit den Ordnungskräften anlegen zu müssen.
In der letzten Saison reichte es leider nicht zu einem persönlichen BVB-Besuch in der Bierstadt, aber in der kommenden Saison soll es häufigere Stadionbesuche meinerseits geben. Ansonsten besteht mein Borussendasein aus der Mitarbeit beim legendären Fanzine Schwatzgelb.de sowie Dauerbesuchen auf diversen Internetseiten. Das ich natürlich sämtliche Radio-Livereportagen und Fernsehberichte über den BVB verfolge, versteht sich ja von selbst. Wobei es hier im Rückblick betrachtet natürlich auch den ein oder anderen unvergesslichen Moment für mich gab. Wenn ich allein nur daran denke, in welch ein beeindruckendes Bild die BVB Fans das Münchner Olympiastadion verwandelt hatten, fange ich an zu schwärmen. Oder die Radio-Livereportage als der BVB 1992/93, als wir die sichergeglaubte Meisterschaft noch vier Minuten vor Abpfiff wieder abgeben mussten. Oder die beiden Meisterschaften 1995/96 als eine halbe Million Schwatzgelbe die Stadt in eine einzige Party verwandelten. Und dann natürlich 1997, der Megatriumpf. Niemand hatte auch nur einen Pfennig auf den BVB gesetzt und sogar vor einer "Megaklatsche" gewarnt nur um am anderen Tag respektvoll zu gratulieren. Welch Genugtuung nach all den Sticheleien, der man in der BVB-Diaspora immer wieder ausgesetzt ist.
Ob das nun ausreicht, mich als "echter Borusse" bezeichnen zu dürfen oder nicht, sollen andere beurteilen, aber mein Fußballherz schlägt neben dem lokalen Kreisligisten nur für den BVB. Warum? Mein Kopf kann diese Frage nicht beantworten, mein Fußballherz hat mich zur Borussia geführt.
Ich bin Borusse wegen meinem Vater!
Tja,
es ist wirklich eine komische Geschichte, wie ich zum Borussen wurde.
Es hat wohl viel mit meinen Eltern zu tun, das es so wurde, wie es nun ist.
Meine Eltern erzogen mich schon in früher Kindheit zum "Ba*ern-Hasser". Seit ich denken kann, hasse ich die Bazis. Ich war eigentlich kein Fan einer bestimmten Mannschaft, ich war nur immer gegen Ba*ern. Eigentlich, hätte ich der Meinung meines Vaters nach, Sch**ke Fan werden müssen, weil er überzeugter Anhänger der Blauen is. Aber irgendwie konnte ich mich für die Blauen nich begeistern. Den letzten Kick, niemals die Blauen zu bewundern, gab mir dann noch ein November Abend im Jahr ´93. Irgendwie hatte ich mich schon den ganzen Abend mit meinem Vater gezankt und meine Mutter war schon ganz aufgelöst (sie ist übrigens seit der Kindheit Mitglied im Berliner-Frank-Zander-Fanclub-zu-Spandau *ggg*). Ich kann mich an die genauen Einzelheiten nich mehr erinnern, aber ich habe mir damals, heulend unter der Bettdecke geschworen, niemals Scheisse Fan zu werden. Also wusste ich schon mal von was ich alles nicht Fan sein wollte.
Und dann kam der 21. Spieltag der Saison ´93-´94 und eine sehr wichtiges Spiel für meinen Vater stand bevor. Den ganzen Vormittag rannte er durchs Haus und konnte keine Ruhe finden. Ich fragte ihn, wer denn heute spielen würde und er antwortete mir, das "wir heute die Säcke aus Lüdenscheid platt machen würden und das der S*4 wieder kommen würde, dass das nur eine kurze Schwächeperiode sei" usw. Ich wunderte mich, wer denn Lüdenscheid wäre und warum ich die den nicht kenne. Also fragte ich meinen Vater, der darauf antwortete, dass ich das als Sch**ker eigentlich wissen sollte, dass das die Pappnasen aus Dortmund sind. Ich antwortete ihm, daß ich kein Blauer bin und auch nie werden würde. Daraufhin entgegnete mein Vater, dass das seit Generationen so ist, das alle Schirmers Sch**ker sind. Dieses Gespräch endete wieder damit, dass ich mich heulend unter meine Bettdecke verzog und mein Hass immer tiefer keimte. Dann hörte ich, dass das Spiel 1:1 ausgegangen war und ich empfand Sympathien für die Mannschaft, die den Scheissern eins ausgewischt hatte. Und diese Mannschaft war Borussia Dortmund. Seither fieberte ich jeden Spieltag mit dem BVB und mit jedem Spieltag wurde ich stärker in Borussias Bann gezogen. Der BVB schloss die Saison als vierter ab und ich war sehr damit zufrieden. Allerdings waren die Seppelz Meister geworden, was mir überhaupt nicht schmeckte. Ich verständigte mich zur neuen Saison hin mit meinem Vater darauf während "ran" nicht von Borussia zu schwärmen und er seinerseits nicht von Scheisse. So ging es auch ziemlich gut, immer bis zum Kampf zwischen dem BVB und Sch**ke, wo wir bis heute schon Tage zuvor aneinander geraten. So kamen nun die Super-Saisons vom BVB und mein Vater wurde immer stiller. Wir einigten uns darauf über Ba*ern herzuziehen und so stärkte sich wieder mein Ba*ern-Hass gegenüber der Verachtung der Blauen. Immer mehr Klassenkumpelz sprangen auf den Borussia-Zug auf und feierten mit mir die zwei Meisterschaften und den Champions-League-Sieg.
Und dann 1998 war es soweit. Nach 5 (!) langen Jahren des Wartens, wurde es mir ermöglicht nach Dortmund "reisen" (ja, für mich is das ne Reise *lol*). Ich war überglücklich, als ich mit meiner Mutter in Dortmund eintraf und das Westfalenstadion real vor mir sah. Wir gingen zum Spiel BVB gegen Legokusen. Ich saß auf der West, Block 26, Reihe 12, Platz 6.
Das war glaub ich mein schönstes Erlebnis im Leben. Es war einfach überwältigend an dieser Atmosphäre teilhaben zu können. Und wegen all diesen Dingen, bin ich Borusse durch und durch. Und ich möchte jenem Mann dafür danken, der mich zudem gemacht hat, was ich heute bin: Mein Vater!! *g*
P.S. Wenn hier einige Daten und Zusammenhänge nicht mehr so ganz stimmen sollten, bitte ich das zu entschuldigen. Es ist alles schon sehr lange her (mein halbes Leben ;-)
Jan.
Ein entzückender Bursche !!!
Früher war alles besser. Vor allem die Jugendlichen.
Die haben nach der Schule den Ranzen zuhause abgestellt und sind wieder raus
auf die Straße gegangen. Da wurde gebolzt bis die Sonne unterging. Deutschland
hatte massenhaft Straßenfußballer und wurde Welt- und Europameister. Aber heute
? Habe lange keine Jungs mehr mit einem Fußball auf der Straße gesehen. Entweder
die haben ein Skateboard oder einen Basketball unterm Arm.
Letzte Woche in einem Dortmunder Sportgeschäft: Ich steh an der Kasse und will gerade einen Baseballhandschuh bezahlen (ein Geschenk für meinen Bruder), da kommt mir ein Familien Streit zu Ohren. "Ich will ein Trikot haben", krakelt ein Knirps. Ich dreh mich um und seh den jungen Mann mit seiner Frau Mama diskutieren - vor einem Kleiderständer mit Trikots vom FC Scheiße 04 und der Nationalmannschaft !! Der spinnt wohl, dachte ich mir und war froh, als ich die Antwort der Mama hörte: "Kommt gar nicht in Frage. Die sind zu teuer. Und außerdem hast du schon eins." "Ich will ein neues", motzte der kleine Spinner. Wer hatte da wohl bei der Erziehung versagt und aus dem armen Kerl keinen "BVB Fan" werden lassen. Der Herr Papa, der desinteressiert hässliche Sonnenbrillen anprobiert ? Oder die Mama mit dem engen Portemonnaie ? So ein Jammer, dachte ich, ein Zehnjähriger, der in Dortmund mit einem Scheiße 04 Trikot rumlaufen will - das hätte es früher nicht gegeben.
"Mal sehen was die Dinger kosten", sagte die Mama und griff sich ein Blaues Scheiße 04 Leibchen.
1:4 gegen Stuttgart ´91 trotzdem geil!
Meine erste Erfahrung mit dem BVB war eigentlich negativ, doch trotzdem mein
Grund Nummer 1 für diesen Verein. Ich war 1991 mit meinem Vater (selber BVB
Fan) das erste Mal im Westfalenstadion. Wir spielten gegen den VfB Stuttgart.
Die wahren Fans wissen ja das Ergebnis: 1:4. Wir saßen auf der Westtribühne und waren beeindruckt von der Süd, wie die trotzdem einmalig gefeiert, gejubelt und abgegangen ist. Es war einmalig!!! Das Ergebniss war natürlich nicht sehr positiv aber ich war von diesem Spiel elektrisiert. Ich lebe zwar seit ich fünf bin in Köln, aber mehr als Sympathie war für den dortigen Karnevalverein FC nicht da.
Es gab nur den BVB für mich. Nach einigen Spielen auf der West und Osttribühne (Ich weiß: Sitzplatzkanacke) habe ich mir zu meinem 18ten letztes Jahr eine Südtribühnendauerkarte gekauft. Diese Saison war mit einigen Ausnahmen (0:4 gegen FC Herne West 05, 1:2 gegen K´lautern, 1:2 gegen Bayer 06) super. Leider kann ich mir in den nächsten zwei, drei Jahren keine Dauerkarte erlauben (Ausbildung etc...), aber 5-6 Spiele werden dann doch drin sein. Naja. Wer übrigens einen Fanclub im Raum Köln kennt, kann mir bitte mailen.

Darum bin ich ein Dortmunder Jung!
Warum bin ich ein Borusse? Das ist eine gute Frage! Ich war in der 5. Klasse
und bis dahin haßte ich den Fußball! Damals mit meinen Freunden musste ich immer
ins Tor, weil ich 2 linke Füsse hatte! Jeder wollte Tore schießen, auch ich,
und nicht verhindern! Als ich in die 5. Klasse kam, waren fast alle Dortmunder
(ca. 2/3 von allen). Ich erinnere mich noch, als ich das erste Spiel von unserer
Borussia im Fernsehen sah, spielten sie gegen Eintracht Frankfurt, und verloren
4:0!
Aber das interessierte mich nicht, die Mannschaft spielte trotz der Niederlage sehr gut! Von da an wurde auch ich ein Fan von Borussia Dortmund. Das erste Spiel, was ich Live sah, war FC Sch*lke 04 gegen den BVB im Packstadion. Ich kriegte die Karten zum Geburtstag von meinem Patenonkel. Dortmund gewann 2:1 durch das Tor in der 92. Minute durch Susi Zorc. Ich erinnere mich noch wie alle zitterten und dann, als der Ball im Tor war, sich alle enthusiastisch in den Armen lagen. Ich kannte die Leute alle nicht, die mich da umarmten, aber das war in diesem Moment auch egal! danach folgte ein 3:1 und ein 1:1 im Parkstadion für den BVB.
Das erste Heimspiel habe ich gegen den SC Freiburg gesehen. Lehmann sah in Rostock rot und so musste, bzw. konnte, Teddy de Beer ins Tor! Er machte ein super Spiel und hat sogar einen Elfmeter gehalten und hielt so den 2:1 Erfolg für die Borussia fest!
Das schlimmste Spiel, was ich sah, war letzte Saison gegen den SV Werder Bremen. Dortmund verlor 3:1. Das wäre nicht so schlimm gewesen, wenn nicht ein Freund von mir mit in der Südtribüne gestanden hätte (klar, er ist ein Bremer) und noch jedem Tor gejubelt hätte, als wäre er gerade Weltmeister geworden. Die halbe Südtribüne wollte ihn schlagen!! Und danach die ganzen Sprüche von ihm, wie z.B. in der Bahn nach Hause: "Was hat denn der BVB gemacht?" fragten die Leute und er schrie "3:1 verloren!!!"
Leider nimmt meine Ausbildung sehr viel Zeit in Anspruch, und ich bin sogar im Verein Torwart geworden, und so habe ich noch kaum Zeit mal ein Spiel Live in Dortmund zu sehen, aber ich bin und bleibe ein Dortmunder!!!

Zu Hause war immer was los!
Ich weiß leider nicht mehr wie jung ich war
(ca.10 Jahre), und an jedem Samstag Abend wurde in einem kleinen südhessischen
Ort "Sportschau" zelebriert (die Mutter wurde ausgesperrt). Mit meinem Vater
der heimlicher Bäh!-Fan ist, meinem Bruder damals Darmstadt 98, und mir gings
da zur Sache. Und da sah ich sie (zu meiner Schande muss ich gestehen - die
schönen gelben Trikot's), und von da an war ich BVB-Fan. Meine Familie belächelte
mich: "Was hast denn du mit Dortmund zu tun!" "Frankfurt ist doch viel näher!"
Sie konnten mich nicht aufhalten, seither schlägt mein Herz für den BVB. Den
CL-Sieg erlebte ich mit frischen Kreuzbandriss in der ortsansässigen Kneipe
(mit FCBäh-Wirt), nach dem Treffer von Ricken, lag ich einem Wildfremden in
den Armen und weinte wie ein kleines Kind. Das ist meine unspektakuläre Geschichte,
die mich mit dem BVB zusammenführte!
Warum ich Borusse bin?
Die
Frage haben sich mit Sicherheit schon viele von uns gestellt. Ich versuche die
Ursache wie und warum ich mit dem wohl schönsten Virus der Welt infiziert worden
bin in dem nun folgendem Text zu erzählen. Wie ich Borusse wurde ist gar nicht
mal so eine lange Geschichte. Aber trotzdem war es ein (vielleicht auch der)
wichtigste Tag meines Lebens. Die wohl einflussreichste Person in meinem Leben
als Borussenfan ist mein Opa. Er machte mich zu dem was ich jetzt bin. Er war
1966 bei dem großen Europapokal Endspiel dabei und erlebte auch sonst Höhen
und Tiefen des Vereins mit. Eines seiner schönsten Erlebnisse wie er mir gerne
schildert war nach der gewonnen Meisterschaft 1956 als er aus dem Zug stieg
und es tönte aus den Lautsprechern des Hauptbahnhofs: Hier ist Gleis 11-Stadt
des neuen Deutschen Meisters Borussia Dortmund - wobei ihm die Tränen kamen.
Ob er mir am Anfang die Regeln beibrachte oder andere Sachen erklärte die man
als Fan einfach wissen muss wie z.B. die Meinung zu unserem durchaus gehasstem
Nachbar Schlacke 05. Durch dieses Urgestein als Fan lernte ich einfach den Fußball
lieben.
Es war an einem ganz normalen Wochentag und obwohl es keine Fotos oder Berichte meiner Verwandten davon gibt kann ich mich noch ganz genau an den Wortwechsel erinnern. Ich war 6 Jahre und die Saison 93` neigte sich dem Ende zu. Mein Opa holte mich vom Kindergarten ab und ich fragte ihn was ist eigentlich Fußball (weil andere Kinder im Kindergarten davon sprachen)? Mein Opa antwortete nur, er sei Borussiafan und wenn ich wollte dann würde er mir mehr über den Sport erklären. Kaum zuhause nahm mich mein Opa auf seinen Schoß und erzählte mir mit seinen Erlebnissen und Fotos was es heißt, ein Borusse zu sein. Ich zögerte nicht lange bis ich fragte ob ich auch ein Borusse werden darf. Das war wahrscheinlich einer der glücklichsten Momente im Leben meines Opas.
Ich kann mich zwar nicht mehr genau an den Wortwechsel erinnern, weiß aber das ich erstmals viele seiner Bücher mit ihm durchsah wobei er mir oft die einzelnen Spielerpersönlichkeiten und Erlebnisse seinerseits als Fan schilderte. Das erste mal in Dortmund war ich dann mit 7 auf dem Friedensplatz bei dem legendären Meisterschaftsfinish gegen den HSV. Ich kann mich noch gut erinnern. Auch 95 war ich wieder da immer öfter zu immer unbedeutenderen Spielen bis ich eine SÜD-Dauerkarte bekam - natürlich von meinem Opa.
Es war also nicht mehr lange hin, bis ich mein erstes Spiel im Westfalenstadion miterleben durfte. Der BVB gewann dieses Spiel mit 2:0 - und ich hatte damals noch einen Sitzplatz weil ich für die Südtribüne "angeblich" zu klein war. Leider konnten wir damals nicht regelmäßig ins Stadion gehen da mein Opa beruflich nicht jedes zweite Wochenende frei hatte. Allerdings erlebte ich den bis dahin wohl schönsten Augenblick als BVB-Fan knappe zwei Jahre später als wir den Titel holten. Ich stand genau wie ein Jahr später auf dem Friedensplatz und feierte die Meisterschaft des BVB.
Und
der glücklichste Moment meines Lebens war als ich 97' neben dem Sofa lag und
geweint habe vor Freude, daß wir da sind und ich es miterlebe. Wer hätte zu
diesem Zeitpunkt schon daran geglaubt das die Schwatzgelben bereits zwei Jahre
später in dem bedeutendem Finale Europas stehen würden. Dieses unvergessliche
Ereignis für jeden Borussen konnte ich damals leider nur am Fernseher verfolgen
was meiner Vorfreude, Stimmung und Nachfeier allerdings keine Probleme bereitete.
Ich hatte an diesem Tag selber noch ein Auswärtsspiel in Oberhausen, von dem
mein Opa mich aber eher Abholte damit ich auch die ganze Palette an Vorberichten
mit anschauen konnte. Als das Spiel begann saßen wir alle drei (mit meinem Opa
und mir schaute auch meine Oma das Finale mit die BVB-Fan ist aber auch den
MSV mag) vor dem Fernseher und verfolgtem angespannt den Spielverlauf. Als ich
nach dem ersten Tor von Kalle Riedle schon kleine Freudentränen in den Augen
hatte konnte ich nicht glauben wie sich das Spiel weiter entwickelte. Ich weiß
noch ganz genau wie mein Opa in der 91. Spielminute aufstand und auf meine Frage
warum er nicht sitzen bleibt antwortete: "Ich kann nicht mehr sitzen, Robin
ich glaube wir packen das. Das gibt es nicht". Als das Spiel kurz darauf endete
erlebten wir Freudentränen von uns allen drei, wie wir sie nicht einmal bei
den Meisterschaften zuvor hatten. Wie sich alles die Jahre darauf entwickelte
brauche ich hier wohl nicht mehr zu erwähnen. Von den großen Erfolgen war die
Mannschaft satt und hatte auch durch den damals zwar angebrachten aber nicht
nötigen Trainerwechsel den Biss und die sonst so auszeichnende Motivation verloren.
Aber was ein echter Borusse ist der geht weiter ins Stadion und feuert in guten
wie in schlechten Zeiten den Verein unabhängig von den Leistungen der Mannschaft
an. Am Ende muss ich noch erwähnen das ich noch heute mit meinem Opa auf der
Südtribüne stehe und wir natürlich auch eine Dauerkarte haben (Block 12). Was
wäre der BVB ohne seine Fans. Sie haben ihn geprägt, haben ihn nie im Stich
gelassen. Und das wichtigste - sie werden immer zu ihm stehen. Wenn auch die
immer größer werdende Kommerzialisierung des Sports den BVB nicht ausgelassen
hat was einigen unserer Fans (ich dazugehörig) nicht immer gefallen hat muss
man im Endeffekt sagen - Stillstand ist der Tod und wir können sicher gehen,
dass unsere Borussia diesen Tod nicht erleiden wird.
Euer Robin
Tja,
wie bin ich Borusse geworden ?
Es
war irgendwann Ende der 70 er Jahre, ich wuchs in der Eifel auf und mein Vater
war eingefleischter Lautern Fan. Irgendwann schleppte er mich mit zu einem Heimspiel
und was soll ich sagen es ging natürlich gegen Borussia. Ich weiß nicht wie
es gekommen ist, aber seit diesem Spiel begann ich mich mehr für diesen Verein
zu interessieren als für den Lieblingsclub meines Vaters, was diesen natürlich
ziemlich ärgerte und je mehr er sich über mich und mein Interesse für den BVB
ärgerte, desto mehr begann ich mich zu den Schwarz-gelben zu bekennen.
Als ich dann mein erstes Spiel im Westfalenstadion gesehen habe, war ich mit Haut und Haaren diesem Verein verfallen, dem Verein, seinem Stadion und seinen Fans.
Als ich alt genug war, fuhr ich so oft wie möglich nach Dortmund und das war ne halbe Weltreise für einen Jugendlichen ohne Auto. Damals gab es in der Eifel so gut wie keine BVB-Fans, Lauterer, Bauern und sogar Scheißer gab es zu Hauf, ich wurde jedoch wegen meiner Leidenschaft zu Borussia mehr belächelt als das mir Unterstützung zuteil wurde. Seit etwa 10 Jahren wohne ich nun in Mönchengladbach und seit dem bin ich bei fast jedem Heimspiel und auch auswärts bin ich oft dabei.
Als Highlight meiner "Fankarriere" bezeichne ich neben den beiden Meisterschaften und dem Champions-League-Sieg vor allem die Uefa-Cup Touren nach Kopenhagen, Glasgow, Mailand und Rom und deshalb freue ich mich auch schon auf die nächste Saison, wenn es wieder heißt:
EUROPA WIR KOMMEN !!!
Christian
Lange ist es her!!!
Hallo!
Ich weiss noch ganz genau, wie ich zum Borussen geworden bin! Es war vor ca.
13 Jahren, ich war damals fünf! Ich sass mit meinem Vater im Wohnzimmer und
er telefonierte gerade mit einem Freund! Wir guckten parallel dazu gerade die
gute, alte Sportschau im ARD. Es spielte der BVB gegen irgendjemanden, ich weiss
nicht mehr gegen wen! Mein Vater und sein Freund redeten über dieses Spiel und
meinten, dass die "Gelben" ja sowieso verlieren. Da meinte ich nur:
"Passt mal auf, die "gelben" packen das, die ziehen die andern
ab!" So geschah es denn auch und seit diesem Tag bin ich ein Borusse und
es wird sich auch nie ändern, komme was wolle.
Ob Du Meister wirst, ab zur Hölle fährst, Borussia, ich komme mit!
Ich
bin Borusse!
Erst als ich heute die ganzen Einträge zu
dem Thema ' Warum bin ich Borusse?' gelesen habe, habe auch ich angefangen mir
Gedanken darüber zu machen, wie ich eigentlich zum Borussen wurde!
Ich
bin heute 19 und vor 10 Jahren habe ich mich noch überhaupt nicht für Fussball
interessiert. Ein Freund von mir damals, es muß 1991 gewesen sein, war absoluter
Fussballfan, egal welcher Verein. Ich schaute mit ihm damals die Bundesligaberichte
im Fernsehen an. Mir haben sofort die leuchtend-gelben Trikots gefallen und
seitdem habe ich immer, wenn ich mit ihm die Berichte schaute auf die ' gelben'
gewartet. Tja, hört sich heute doof an, aber dann habe ich mich mehr mit der
Bundesliga und vor allem dem BVB beschäftigt. Ich kaufte sofort alle Klebealben,
schaute jede Sendung, hörte immer Radio....
Bis ich mir dann vor der Saison 94/95 das erste eigene Trikot kaufte. Ich war total stolz, auch wenn ich ständig blöd angemacht wurde, wenn ich es trug! ich wohne nämlich mitten im Eintracht-Gebiet hier in Südhessen.
Aber erst richtig hat mich das BVB-Fieber gepackt, als ich 1995 am letzten Spieltag gegen den HSV (2:0) zum 1.mal im Westfalenstadion war!! Das war das Allergrößte!! Diesen Tag vergesse ich nie!!! Wir wurden Meister als ich das 1.mal in Dortmund war!!!!! Seitdem war ich schon ein paar mal in Dortmund. Ich kann halt leider nicht so oft hin, wegen der Entfernung. Ich bin immer zu den Auswärtsspielen nach Frankfurt gefahren um die Mannschaft zu sehen, aber ab der kommenden Saison geht das nun auch nicht mehr!! (Scheiß Eintracht!!)
Naja, auf jeden Fall habe ich seit 1991 kein Spiel mehr verpasst was im Fernsehen kam, oder im Radio übertragen wurde!!!!! Wie andere das beurteilen weiß ich nicht, aber ich fühle mich als stolzer BORUSSE
Steffen Teufel: steffendevil@aol.com
Warum
bin ich eigentlich Borusse?
Borussia ist einfach die „fetteste“ Mannschaft
in Deutschland. Nicht so eingebildet wie die anderen und dazu noch die besten
Fans, bestes Stadion und den besten Trainer der Bundesliga. Ich bin seit ca.
8 Jahren BVB-Fan und bin jetzt 14.
Florian aus HH
Weil Bayern München scheisse
ist!
Ich komme aus München - wie kam´s also dazu
dass ausgerechnet ich Borusse geworden bin ?
Ich
war so etwa 7 Jahre alt, als es
im Freundeskreis losging: Jeder musste einen Lieblingsverein haben. In München
war´s zu damaliger Zeit klar: Bayern München. Mir waren die Bayern aber schon
damals unsympathisch, vor allem weil ich Michael Rummenigge hasste - und so
suchte ich mir eine Mannschaft aus. Zum damaligen Zeitpunkt - ich geb´s zu *schäm*
wegen der schönen Trikots, aber auch, weil ich Manni Burgsmüller so toll fand.
Uns so war ich von diesem Zeitpunkt an Borusse und das war in München als Kind/Jugendlicher
nicht immer leicht *g* - zu allem Überfluss kam dann auch noch Michael Rummenigge
zum BVB aber da war´s schon zu spät. Einmal Borusse - na ja ihr kennt das ja...
Ich hab mir also jedes Jahr die Spiele des BVB in München angeschaut (erst eins, dann mit 1860 auch zwei, und zum Schluss mit Haching zwei Jahre lang sogar 3 Spiele im Jahr). Und heuer war dann mein erstes Spiel im Westfalenstadion (natürlich gegen Bayern) und was soll ich sagen: Geil - wenn man ansonsten nur die Betonschüssel in München gewöhnt ist. Und im September bin ich natürlich wieder in Dortmund, wenn´s dann wieder gegen die Bayern geht - und dieses mal gewinnen wir !
Elmar e.gegenfurtner@gmx.de
Einmal Borusse - immer Borusse
Tja...nun wohne ich in Frankfurt....habe
zu Zeiten meines Abis (in Hannover !) mich mit Gladbachern, HSV´lern, Bayern
und natürlich 96´ern rumärgern müssen. "Was willst Du eigentlich immer
mit Deinem scheiss BVB..." tönte es
mich immer wieder an. Nun - ich hätte mich ja leicht wehren können: "Bin
doch in Dortmund geboren.." oder so ähnlich. Aber das alleine war es nie....
Während
meine Freunde (in der Grundschulzeit) sich Montags über Raumschiff Enterprise
u.a. unterhielten, musste ich stets zugeben, dass ich (wegen meines Vaters -
was sonst!) die Sportschau geguckt habe...gucken musste... Und meine
Mutter soll mich 1966 beim Europapokalsieg vor Freude
fast aus dem Stubenwagen geschmissen haben... Und da soll man nicht schwarz-gelb
werden?
Als kleiner Junge in Dortmund war es wohl das "Ich-gehör-dazu-Syndrom", während es in Hannover stets darum ging, meine Wurzeln nicht zu vergessen... Und als das Taschengeld etwas üppiger wurde, ging es stets für Heimspiele der Borussia drauf. Tja - und dann kam der DFB-Pokal-Sieg!
Ich denke hier begann aus der reinen Sympathie zum Verein, der eigentliche Fanatismus zu Schwarz-Gelb... Mit den Erfolgen wurde es mehr...aber ich auch nachdenklicher: Hatte ich nicht immer die HSV´ler, Bayern... gehasst, gerade wegen ihrer vielen Erfolge? - Hatte ich mich nicht damit zufrieden gegeben, mit dem BVB immer schön gemütlich im Mittelfeld zu rangieren? NEIN ! - Jetzt erst recht... wie nach dem Abstieg, als mein Vater meinte: "So jetzt wollen wir doch mal sehen, wer immer noch BVB-Fan ist..."
Fazit.....ES IST UND BLEIBT BEI MIR DIE GNADE DER DORTMUNDER GEBURT! und natürlich die Erziehung ("...und mein Junge, dat blau-weisse da unten - dat is die größte Scheisse, die auf deutschem Fußballboden rumläuft..." - Zitat Ende)
Es grüßt aus Frankfurt alle Borussen
Rolf Tigger3000@web.de
Ein Verbot machte den Fußball
für mich interessant....
Warum bin ich Borusse geworden? Tja, sicherlich eine gute Frage und so genau
hab ich mir das auch noch nie bewusst gemacht aber ich will hier einfach mal
erzählen...
Es muss 1995 gewesen sein und ich war so um die 11 Jahre alt. Als der BVB in Köln spielte, fuhren mein Vater und mein älterer Bruder (damals zwar mit dem BVB sympathisierend aber keine Fans) nach Köln und ich durfte nicht mit weil ich am nächsten Tag zur Schule musste. Dieses Verbot machte den Fußball für mich erst interessant und mit diesem Tag begann mein Interesse für den Fußball langsam aber doch kontinuierlich zu steigen - wobei der BVB irgendwie schon immer mein Favorit war.
1 Jahr später, als der BVB wieder in Köln spielte (dieses mal an einem Samstag)
hatte ich meinen Vater soweit mich auch mal mit ins Stadion zu nehmen. Wie hoch
weiß ich nicht mehr genau, aber der BVB gewann und die FC Fans die mit uns da
waren und vor dem Spiel noch groß getönt hatten gingen schon 20 Min. vor Ende
aus dem Stadion und waren total deprimiert, was mir den BVB noch sympathischer
machte.
Als nächstes wollte ich unbedingt mal ins Westfalenstadion, dass ich bis dahin nur aus dem Fernsehen kannte, aber da zu dem Zeitpunkt noch nicht jeder x-beliebige Karten für die Süd bekam und es schwer war überhaupt an Karten zu kommen musste ich warten. Dann bekam mein Vater endlich die Karten aber es waren leider nur 2 Stück und mein kleiner Bruder bekam den Vortritt weil ein Freund von ihm auch hinfuhr. Für das Heimspiel gegen Werder Bremen bekamen wir dann endlich Karten (total überteuert weil über eine Kartenagentur besorgt) für die Osttribüne ganz hinten an der Eckfahne zur Nord aber in Reihe 2.
Als ich die tolle Stimmung der Süd erlebte und die vielen Fans da stehen sah, war es mein größter Wunsch "einmal da hinten zu stehen und mit den ganzen Fans zu feiern". Dann suchten wir uns erst mal einen Fan Club und 1997 war es dann soweit. Gegen den VFB Stuttgart stand ich das erste mal auf der Südtribüne und war total begeistert von der tollen Stimmung und 2 Wochen später war ich schon wieder dabei.
Seitdem stehe ich regelmäßig und fast immer zusammen mit meinem Vater, der es mir immer wieder ermöglicht ins Stadion zu gehen (er bezahlt) auf der Südtribüne und war bis heute bei 47 Heimspielen, leider nur 8 Auswärtsspielen, 1 Länderspiel und 2 Hallenmasters. Durch den BVB habe ich viele Freunde und auch andere Fans kennen gelernt und würde mir manchmal wünschen, dass auch die letzten wie meine Mutter oder ein paar meiner Freundinnen „Frauen als Fußballfans“ akzeptieren und nicht jedes schlechte Benehmen auf den Einfluss des Fußballs schieben würden.
Auf das wir in der nächsten Saison wieder einen Titel holen, sich hoffentlich wieder mehr Fans an der Stimmung beteiligen und nicht mehr einzelne Spieler weggemobbt werden.
BorussiAnne A.ch.Stein@gmx.de
BVB
for ever!!!!
Ich bin seit fast 9 Jahren Borussin, und
war das erste mal im Stadion als ich 4 war. Mein Opa hat mich früher immer mitgenommen
und natürlich sofort auf die Süd (was auch sonst?). Damals hab ich so gut wie
gar nix davon verstanden, was unsere Jungs da auff´em Platz veranstalteten,
aber soweit ich mich erinnern kann war es trotzdem immer ganz cool. Mein Liebling
beim BVB ist schon seit ich laufen kann Lars Ricken, und das wird er auch für
immer und ewig bleiben, da ändert auch ein Tomas Rosicky nix dran!
Aber wieder zurück zum eigentlichen Thema. Warum bin ich Borusse (bzw. Borussin)? Ganz einfach: Es ist bei uns schon fast eine Tradition das schwarz-gelbe Trikot zu tragen. Mein Opa ist an allem "Schuld"! Er hat mich, meinen Onkel und meine Cousins alle im Alter von 4 Jahren mit ins Stadion genommen. Mit der Zeit hat man sich dran gewöhnt, man kennt es gar nicht mehr anders, als am Wochenende auf der Süd zu stehen und die BORUSSIA zu unterstützen. Wie gesagt, damals hab ich nix davon kapiert was die da auf dem Rasen machen.
Aber jetzt spiel ich selbst Fußball, und versteh sehr wohl was da so abläuft. Eigentlich ist es auch gar nicht nur der Fußball, es ist einfach die Verbundenheit mit dem Verein. Ich bin in Dortmund geboren, wohne hier seit Jahren, hab noch nie woanders gewohnt. Als Dortmunderin identifiziere ich mich wie alle hier 101%ig mit unserem Verein. Für mich gibt es nichts geileres, als im ausverkauften WESTFALENSTADION auf der besten Tribüne der Welt zu stehen, und mit den anderen Fans unserer BORUSSIA den Rücken zu stärken. Auch wenn´s mal nicht so gut läuft, ich werde IMMER zum BVB stehen.
Ob in der 1.Liga, in der 2., oder sogar in der Regionalliga (soweit wird es natürlich nie kommen), ich liebe den BVB und es ist mir egal in welcher Liga sie spielen. Und wenn ich sage: ich liebe den BVB, dann meine ich nicht nur einzelne Spieler, sondern ALLES am BVB und drum herum. Das Stadion, die Süd (die anderen Tribünen auch), den Rasen, die Tauben die im Stadion ihr Nest gebaut haben, und uns manchmal auf die Birne scheißen (ist mir zum Glück noch nie passiert), und was natürlich am wichtigsten ist: den Verein!
Die Sommer- und Winterpausen sind für mich der totale Horror, wie für euch anderen bestimmt auch. Soooo lange kein Stadion, keine Süd, kein Stadion-Rasen, keine Stadion-Tauben, und was das schlimmste ist: keine Mannschaft. Einfach zum kotzen diese Leidenszeit! Aber bald ist´s ja dann auch geschafft, und dann ziehen wir den B**ern kräftig die dämlichen Lederhosen aus, und den Scheißern treten wir gehörig in ihren blau- weißen Herner Ar....! Wenn "Meister der Herzen" auch ein Titel ist, dann können sie den von mir aus jedes Jahr holen. Sollen "die wahren Meister" (ha ha) mit ihrem "Meister der Herzen" - Titel glücklich sein, mehr werden sie in den nächsten 43 Jahren sowieso nicht holen (und in den Jahrhunderten danach auch nicht).
Und ihrem dämlichen DFB- Pokal können sie sich auch in ihren dreckigen kleinen blau- weißen Herner Ar...., äh, Popo schieben! Wo wir gerade bei blau-weiß und dreckig sind, Beste Grüße an Rudi A.: pass auf, es wird immer irgendwo ein BORUSSE in deiner Nähe sein, der versuchen will dir deine vergötterte Zigarre in deinen zugerauchten Herner Hals zu stecken! So, das wollt ich nur noch mal kurz los werden. Und noch etwas: WIR sind der Schreck vom Niederrhein!
Das war mir jetzt auch noch ganz wichtig, die Herner noch mal drüber zu informieren, wer hier Herr der Ringe, bzw. des Reviers ist! So, jetzt bleibt mir nur noch eins zu sagen: meine mega- riesen- große- tiefe Liebe zum BVB wird niemals vergehen!!!
Ganz liebe Grüße an ALLE Fans unserer BORUSSIA! - BVB For ever!!!
Jasmin Superjazzie@aol.com
Nur
einmal live...
Tja Leute, nachdem ich einige Geschichten
hier gelesen habe, bin ich heute entschlossen meine ebenfalls zum Besten zu
geben. Es war im Jahre '89 als mein Kumpel, meine Freundin und ich unsere erste
gemeinsame Wohnung renovierten. Im Radio wurde gerade eine Staumeldung bekannt
gegeben, denn im Weserstadion (das schlechteste in der BL) war der BVB zu Gast.
Mein Kumpel und ich schauten uns an und meinten wir wollten doch schon immer
mal den BVB „live“ sehen.
Wir ließen spontan Pinsel und Tapete liegen wo es lag und zum großen Entsetzen
meiner Freundin fuhren wir ab ins nur 60 km entfernte Stadion. Der BVB gewann
das Spiel, die mitgereisten Fans waren aus dem Häuschen und wir schwören uns,
einmal ins Westfalenstadion zu fahren. Gesagt, getan. Das '89 Halbfinale BVB-VFB
und wir waren dabei. Ich glaube,
jedem ist gerade dieses Spiel noch ein Begriff. Stimmung total, wir mittendrin.
Stehplatz Süd, einfach irre. 300 km pure Vorfreude, Spiel, Sieg, Finale und
300 km Retoure. Wir kamen aus dem Erzählen gar nicht mehr raus.
Leider haben wir dann '89 keine Finalkarten mehr bekommen, da seinerzeit 40.000 nach Berlin fuhren. Dafür sind wir seit der Saison 89/90 stolze Dauerkartenbesitzer auf der Süd. Mein Kumpel ist seit ein paar Jahren leider nicht mehr mit dabei, aber tolle Fahrten haben wir gemacht: Mailand, Rom, Turin, Kopenhagen, 2 Jahre sogar fast alle Auswärtsfahrten (BL) vom BVB, obwohl ja eigentlich ein normales Heimspiel von Borussia für mich schon eine Auswärtsfahrt als solches ist (600 km hin u. zurück). Geblieben ist die Freundin die mittlerweile meine Frau ist, (der ich dafür auf diesem Wege auch einmal danke sagen möchte, für all diese Umstände die ich ihr in den letzten 12 Jahren mit meinem BVB so gemacht habe).
Geblieben ist natürlich auch die Dauerkarte Süd, geblieben sind die 600 km alle 2 Wochen, dazugekommen ist mein fast 4-jähriger Sohn Marcel (schöner Name findet die Red/BoKa, dessen Sohn auch so heißt), der jetzt schon unbedingt einmal mit ins Stadion will. Ob ich nun ein echter BVB Fan bin, sollten andere Leute entscheiden, mein Fußballherz schlägt jedenfalls schwarz-gelb.
tschau schmidti
Borusse
der Initialen wegen!
Ich war schon in jungen Jahren vom Fußball
begeistert und da ich in Mainz wohne, fieberte ich oft im Kindergartenalter
mit meinem Vater bei den 05ern mit. Aber als ich dann mit 6 in der Schule lesen
konnte, passierte es: Ich sah bei meinem Vater in einem Zeitungsartikel was
über den BVB. Über dem ersten „B“ lag allerdings etwas drüber und so lass ich
„VB“ - das sind meine Initialen, die meine Aufmerksamkeit weckten. Und dann
sah ich es, das Bild von der Südtribüne und war ab diesem Zeitpunkt zu 101%
Borusse. Ich habe dies bis heute noch nie bereut. Viele aus meiner Klasse haben
probiert mich zu einem Weißwurstfresser zu machen, aber ich hab standgehalten
und bin Stolz auf mich, dass ich ein schwarz- gelbes Herz habe!
Euer Vincent
Das Wunder von Glasgow!
Mein Schlüsselerlebnis, das mich wohl
für immer an den BVB gefesselt hat, liegt inzwischen schon ein bißchen länger
als mein halbes Leben zurück. Deshalb gibt es auch bei mir mittlerweile schon
recht große Erinnerungslücken.
Ich war damals gerade 10 Jahre alt. Fußball zu spielen war für mich und meine Kumpels der schönste Zeitvertreib - auf dem Hinterhof ebenso wie in einer der Jugendmannschaften unserer Spvgg. Andernach. Das dieser Sport auch von - für meine damaligen Begriffe - "alten Männern" betrieben wurde, fand ich beinahe schon komisch. In dem Alter wußte ich weder etwas von einer Bundesliga noch von einem Europapokal oder gar dem BVB!
Aber eines Abends saß ich vor unserem Familienradio, einem Telefunken-Transistorempfänger, der sogar heute noch funktioniert. Ich tat das, was Kinder heutzutage auch tun, allerdings mit der TV-Fernbedienung, ich zappte mich durch die Programme und fand mich plötzlich in der 2. Halbzeit des damaligen Finales um den Europapokal der Pokalsieger wieder (1966/Die Red.).
Weil Fußball für mich bis dahin im Wesentlichen aus Straßenkickerei bestand, wußte ich zunächst einmal gar nicht, um was es in diesem Spiel überhaupt ging. Ich bekam allerdings sehr schnell mit, das da eine Mannschaft "alter Männer" als Underdog gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner um ihr Überleben kämpfte. Dortmund sagte mir damals so wenig wie Liverpool - nur die Namen der Helden von damals, vom Reporter bei jedem Entlastungsangriff der Borussia wie Beschwörungsformeln in allen Gefühlslagen zitiert, setzten sich so langsam in meinem Bewußtsein fest. Meine Eltern sagten mir damals, sie hätten mich noch niemals vorher so angespannt vor dem Radio gesehen und bei den Dortmunder Toren hätte ich das ganze Mietshaus zusammengeschrien ...
Von da an begleitete mich der BVB durch mein Leben. Zunächst allerdings war die Verbindung ziemlich locker. Ein bißchen enger wurde sie erst nach dem Abstieg. Damals schnitt ich mir jeden Montag die Tabelle der 2. Liga aus dem Sportteil unserer Tageszeitung aus um immer zu sehen, wie nahe mein Club an einem Wiederaufstiegs-Platz war. Es sollte allerdings eine ganze Zeit lang dauern bis er es wieder zur Erstklassigkeit brachte (1976/Die Red.).
Eine sportlich bedeutende Rolle hat der BVB dann in der Folgezeit für meine Begriffe zunächst einmal nicht gespielt. Die Aushängeschilder des deutschen Fußballes waren zu dieser Zeit andere Vereine. Aber egal, kein Angriffswirbel der Gladbacher Fohlen und kein Wunder an der Weser konnte mich so elektrisieren wie die Übertragung eines Spieles „meiner“ Borussia.
Ich habe lange gebraucht um festzustellen, das es nicht nur das Spiel der Mannschaft allein war, dass mich so an diesen Verein fesselte - da hätte es zwischenzeitlich genügend andere gegeben, zu denen ich hätte aus den verschiedensten Gründen „überlaufen“ können. Nein, es war etwas ganz anderes was mich mit der Borussia verband: es war diese wohl einzigartige Symbiose zwischen der Mannschaft und ihren Fans. Die Bereitschaft dieser Fans, ihre Mannschaft auch in einem grottenschlechten Spiel oder wenn sie hinten lag, so lange nach vorne zu peitschen, bis das Spiel sich drehte. Bis vor nicht allzu langer Zeit fand dieses nach-vorne-peitschen bei mir nur vor dem Fernseher statt. Die Gefühlsausbrüche, die ich dabei durchlebte, haben letztendlich dazu geführt, das ich mittlerweile bei solchen Spielen von der Familie verlassen alleine vor der Kiste sitze, und vor unserem Haus immer noch so mancher Passant zusammenzuckt.
Aber auch an uns Fans gehen bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen leider nicht spurlos vorüber: Ungeduld, Bequemlichkeit, das An-Allem-Herumkritisieren und Intoleranz um nur einige Beispiele zu nennen. Deswegen habe ich schon ein wenig Angst davor, dass das, was mich zum Borussen hat werden lassen, langsam aber sicher verloren geht! Und deshalb stehe ich jetzt auch auf der Süd (getreu dem Motto: wo ein Wille ist, findet sich auch immer ein Weg) um dort meinen BVB zu unterstützen und dazu beizutragen, diese negativen Entwicklungen zu stoppen.
FUSSBALL IST DAS SPIEL - BORUSSIA SEINE SEELE; da liegt sehr viel Wahrheit drin! Aber jeder Borusse muß sich darüber im Klaren sein, das er etwas dafür tun muß, damit das auch so bleibt!
Ich habe erst sehr spät geheiratet und während meines Single-Daseins bin ich ein bißchen rumgefahren in der Welt. Was ich dort gelernt habe, versuche ich jetzt tagtäglich umzusetzen im Umgang mit meinen Mitmenschen. Dabei steht eines bei mir an oberster Stelle: TOLERANZ.
Für einen Fan bedeutet das in erster Linie, weitherzig genug zu sein jedem anderen Fan seine eigene Meinung zuzugestehen, ohne ihn deswegen zu beschimpfen oder als Gleichgesinnten abzulehnen und zu erdulden, das zu einer Mannschaft auch Spieler gehören, mit denen man es selbst nicht so gut abkann. Jedem, der jetzt glaubt, nur deswegen nicht bei sich damit anfangen zu müssen weil ja sooo viele Andere sich bestimmt nicht davon mitreißen lassen sei gesagt: "Es ist immer noch besser in der Dunkelheit ein Streichholz anzuzünden, als sich dauernd über die Finsternis zu beklagen".
Gerade wir Borussen haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen das eine Mannschaft, in der vom Looser bis zum absoluten Star alles vertreten ist, über sich hinauswachsen kann wenn sie weiß, das ihre Fans wie e i n Mann hinter ihr stehen - und genau deswegen bin ich BORUSSE !
Viele Grüße - Joachim
Mit
dem Herz bei Borussia
Ich bin Fan von Borussia Dortmund
obwohl ich in Oberfranken (Bayern) wohne, weil mein Onkel aus Dortmund stammt
und auch mein Vater Borussenfan ist, seit er denken kann. Der Fußball der seit
jeher in Dortmund gespielt wird, hat mich immer fasziniert und seit dem Championsleague
Sieg 1997 müssen die Bayernfans bei uns hier leiden und ich wurde dadurch nur
noch mehr an den Verein geschweißt. Ich bin mit dem BVB bisher durch dick und
dünn gegangen und werde immer Dortmundfan bleiben, weil ich den Verein und seine
Spieler ins Herz geschlossen habe. Mein Herz ist und bleibt für immer gelb-schwarz.
Jetzt hoffe ich noch auf ein paar richtige Neuverpflichtungen, dass wir uns
den Pott zurückholen können.
Alexander Dupke
Dazu wieder
das Zitat aus Javier Marias Buch "Alle unseren früheren Schlachten": Wenn
dieses Spiel keine dramatische Qualität mehr besitzt, bleibt nichts von
ihm übrig. Wenn Niederlage oder Sieg in einem Spiel nicht als entscheidende
Angelegenheit erlebt werden, mit Drehbuch oder Geschichte, mit einer Auflösung
oder einer abschließenden Katastrophe, die Auswirkungen auf Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft hat, auf die Würde und die Ehrbarkeit und natürlich
auf das Gesicht, mit dem man am nächsten Tag aufwacht, dann können
wir ebensogut auf Distanz gehen und uns ganz behaglich und gelassen die Mannschaften
der anderen im Fernsehen ansehen (sehr bald würden wir uns von einem so
langweiligen Programm wieder verabschieden). Der Fußball ist der Zirkus
unserer Tage, aber zugleich auch das Theater. Er muß Gefühle, Furcht,
Zittern, tiefe Betrübnis oder Euphorie hervorrufen.
In Stuttgart war in der letzten Saison außerdem auf einem Transparent
zu lesen:
Fußball ist das Spiel, BORUSSIA seine Seele
Schreib auch DU uns, warum Du Borusse geworden bist! Schreib uns von Deinen Reisen und Erfahrungen aus Deinem schwatzgelben Erfahrungen. Schreib.... ===>> HIER
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